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Mertingen feiert ein besonderes Jubiläum: Seit zehn Jahren steht die ProTherm Mertingen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Wärmeversorgung vor Ort. Was einst als innovatives Pilotprojekt begann, hat sich heute zu einem Vorbild für die kommunale Wärmewende entwickelt – weit über die Region hinaus.
Von der Idee zur Umsetzung
Die Wurzeln des Projekts reichen bis in das Jahr 2014 zurück. Damals begann die Gemeinde Mertingen, sich intensiv mit der Frage auseinanderzusetzen, wie eine zukunftsfähige und zugleich bezahlbare Wärmeversorgung für Bürgerinnen und Bürger gestaltet werden kann. Grundlage bildeten eine positive Machbarkeitsstudie sowie eine breite Interessenabfrage in der Bevölkerung.
Auf dieser Basis wurde im März 2016 gemeinsam mit dem Energieunternehmen GP JOULE die ProTherm Mertingen GmbH gegründet. Ziel war es, eine nachhaltige Wärmeinfrastruktur aufzubauen und die vorhandenen regionalen Ressourcen – insbesondere die Abwärme aus Biogasanlagen – sinnvoll zu nutzen.
Die Wärmewende als Gemeinschaftsprojekt
Dass aus der Idee ein erfolgreiches Infrastrukturprojekt wurde, ist vor allem dem Engagement zentraler Akteure zu verdanken. Bürgermeister Albert Lohner (Erster Bürgermeister Mertingen, Amtszeit von 1996-2020) setzte die politischen Impulse. Und mit Jörg Baumgärtner, Kämmerer der Gemeinde und damaliger Geschäftsführer der ProTherm Mertingen, gab es jemanden, der das Projekt mit großem persönlichem Einsatz umgesetzt hat.
Auch Veit Meggle hat das Projekt in den vergangenen sechs Jahren als erster Bürgermeister intensiv begleitet und entscheidend dazu beigetragen, dass die ProTherm Mertingen konsequent weiterentwickelt werden konnte. Ein wesentlicher Beitrag zur aktuellen Entwicklung kommt zudem von Martin Schweihofer, der seit 2025 als Geschäftsführer der ProTherm Mertingen tätig ist und die Weiterentwicklung des Projekts verantwortet.
Baumgärtner betont rückblickend: „Ein solches Projekt lebt davon, dass viele an einem Strang ziehen. Wir hatten eine klare Vision und haben diese konsequent umgesetzt – Schritt für Schritt und immer gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern.“
Pionierarbeit für erneuerbare Wärme
Bereits 2017 konnte das Wärmenetz in Betrieb genommen werden – Mertingen gehörte damit zu den ersten Gemeinden der Region mit einer kommunalen, erneuerbaren Wärmeversorgung.
Seither wurde das Netz kontinuierlich erweitert und versorgt heute zahlreiche Privathaushalte, Gewerbebetriebe sowie kommunale Einrichtungen zuverlässig mit klimafreundlicher Wärme. Seit 2017 wird das Wärmenetz aus lokalen Biogasanlagen gespeist. Mit dem weiteren Wachstum des Netzes reichte die durch die Biogasanlagen erzeugte Wärmemenge jedoch nicht mehr aus, um alle angeschlossenen Haushalte vollständig mit Wärme zu versorgen. Daher wurde im Jahr 2023 die industrielle Großwärmepumpe als weitere Form der regenerativen Wärmeerzeugung integriert. Diese wird mit erneuerbarem Strom aus einem nahegelegenen Photovoltaik-Park betrieben. Damit war die Großwärmepumpe deutschlandweit die erste ihrer Art und setzte neue Maßstäbe für eine regenerative Wärmeversorgung.
Der heutige Bürgermeister Stephan Kreuzer blickt auf die Entwicklung: „Die ProTherm Mertingen zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn eine Gemeinde mutig neue Wege geht. Das Projekt verkörpert heute nachhaltige Entwicklung und regionale Zusammenarbeit in besonderer Weise.“
Nachhaltig, unabhängig, zukunftssicher
Die Vorteile für die Gemeinde liegen auf der Hand: eine zuverlässige, weitgehend unabhängige Wärmeversorgung, stabile Kosten und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig stärkt das Wärmenetz den Standort Mertingen nachhaltig.
Auch Heinrich Gärtner, Geschäftsführer der GP JOULE Wärme GmbH & Co. KG, sieht die Entwicklung als klares Signal für die Zukunft: „Was vor zehn Jahren als mutiges Vorhaben gestartet ist, hat sich zu einem stabilen und zukunftsfähigen Projekt entwickelt. Nach diesem Vorbild wollen wir auch weiteren Gemeinden zu einer lokalen Wärmeversorgung verhelfen – unabhängig von fossilen Energieträgern.“
In Mertingen soll das Wärmenetz in diesem Jahr weiter wachsen. Anschließend wird der Endausbau in den Fokus rücken. Die ProTherm Mertingen bleibt damit ein zentraler Baustein für die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde. Sie zeigt, wie Energiewende und der Klimaschutz Hand in Hand gehen können.
Hausanschlusskosten setzen sich zusammen aus
Hausanschlusskostenpauschale zzgl. Trassenmeter (außen und innen)
198,73 €/Meter brutto
Verbrauchsschätzung
20.000 kWh/ Jahr (Einfamilienhaus)
Vertragsbedingungen
Bis 31.12.2025 wird ein Rabatt in Höhe von 0,4 % auf den Arbeitspreis gewährt.
10 Jahre Vertragslaufzeit
Wärmepreis wird zum 01.01. anhand einer Preisanpassungsklausel angepasst
Förderungen & Abzugsbeträge sind nicht berücksichtigt
Preise gültig bis 31.12.2026**
Preisanpassung
Nähere Erläuterungen zur Anpassung der Wärmepreise mittels der Preisanpassungsformel finden Sie in Ihrem Vertrag.
Detaillierte Informationen sowie konkrete Daten bzgl. der Anwendung der Preisanpassungsklausel finden Sie hier:
Preisinformation 2026 im Versorgungsgebiet Mertingen (Anträge bis zum 31.08.2023)
Preisinformation 2026 im Versorgungsgebiet Mertingen (Anträge ab dem 01.09.2023)
Das Prinzip der Nahwärme ist eine bewährte und erprobte Technologie. Der große Vorteil liegt in ihrer enormen Flexibilität. Die Wärme wird nach dem aktuellen Stand der Technik vor Ort erzeugt und an alle angeschlossenen Haushalte verteilt.
*Im letzten Jahr entstand im Wärmenetz Mertingen ein Gesamtverlust von ca. 2007 MWh. Der Netzverlust zeigt die Differenz zwischen der Wärmenetzeinspeisung und der entnommenen Wärme.

Die ProTherm Mertingen wurde von der Gemeinde Mertingen zusammen mit GP JOULE, dem Spezialisten für erneuerbare Energielösungen, gegründet. Damit nimmt die Gemeinde die Wärmeversorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger selbst in die Hand. Ziel ist es, den Ort mit regenerativer und unabhängiger Wärme aus der Region zu versorgen.
In Mertingen werden bereits Gemeindeobjekte, Privathäuser und Gewerbebetriebe versorgt. Das Wärmenetz wird laufend ausgebaut und in diesem Zuge können sich auch weitere Haushalte anschließen lassen.
In lokalen Biogasanlagen entsteht regenerative Wärme, die für das Wärmenetz in Mertingen genutzt wird. Somit bleibt die Wertschöpfung vor Ort: aus der Region, für die Region.
Nahwärme aus Ihrer Region ist heute unabhängig und umweltfreundlich. Zusätzlich sparen Sie sich hohe Folgekosten für Ihre Heizungsanlage und sind rundum sorglos mit Wärme versorgt. Die Übergabestation überträgt die Wärme des Wärmenetzes auf Ihren Heizkreislauf im Haus. So einfach ist das.
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Marco Schwertberger
Kundenberater

Kristin Lemke
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Martin Schweihofer
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